Tottes Lexikon

  • Mein Vater (29)

    Mein Vater war selten beim Einkaufen dabei. Aber ich bin als Kind gern zum Einkaufen mitgegangen, zum Markt, zum Deutschen Supermarkt, an dem der Papst beim Besuch des Bistums vorbeigefahren worden war, zum Karstadtsupermarkt im Keller, bei dem die Brathähnchen schon lächerlich, aber immer noch um ein Vielfaches besser waren als in der Ranzbude von […]

  • Zweite Chance

    Dänischer Film mit einer echt krassen Geschichte über Kindesmisshandlung und -entführung zwischen bürgerlicher und Asiwelt – besonders bestechend durch einen rund spielenden Nikolaj Lie Kaas –, doch leider ist der Schluss des Films etwas platt geraten. Fazit: aktuelles, gesellschaftspolitisches Kino rund um die Frage, ob es gut ist, ins Schicksal anderer Menschen einzugreifen

  • Mein Vater (28)

    Mein Vater hatte ein Auto. Bevor er den grünen Audi 80 von den Nachbarn des Ferienhauses kaufte, hatte er einen Opel Rekord C. Wir hatten eine farbige Version, mein Opa väterlicherseits hatte den gleichen Wagen in Schwarz. Im Wagen meines Opas wurde merkwürdigerweise mir schlecht beim Fahren, meiner Schwester wurde dagegen im Rekord meines Vaters […]

  • Spartacus

    Der einzige Film Kubricks, bei dessen Produktion er nicht das letzte Wort hatte, weil er kurzfristig auf Wunsch von Kirk Douglas als Regisseur eingesprungen ist, bei dem er sehr deutlich gemerkt hat, dass er nicht in dieser Form für ein Studio arbeiten möchte. Fazit: schaubar, aber praktisch kein echter Kubrick

  • Mein Vater (27)

    Bei der Kleidung meines Vaters muss ich hauptsächlich an an typische Kleidung der Spätsiebziger denken. Die schlimme Zeit des Übergangs in die Achtziger. Hemden, Krawatten und ganz besonders muss ich immer an einen grünen Wildlederblouson denken. Den trug er auf den letzten Fotos, die von ihm gemacht wurden; eine Serie Passbilder plus große Abzüge. Das […]

  • Wege zum Ruhm

    Ein sehr spannender Film zum unappetitlichen Kapitel der Konsequenzen bei Fahnenflucht während des ersten Weltkriegs, mit äußerst beeindruckenden Bildern in Szene gesetzt. Fazit: absolut sehenswert!

  • Mein Vater (26)

    Mein Vater war Filmfan. Er schätzte vor allem Hitchcock und Leone. Von Spiel mir das Lied vom Tod hatte er sogar die Single mit dem Titellied zu Hause. Als Kind nahm ich die Single gern in die Hand und bewunderte mit einem gruseligen Schauer das Cover, auf dem die Erschießungsszene vom Anfang sehr bewegt dargestellt […]

  • Am Sonntag bist du tot

    Für einen Gleeson-Fan wie mich war es unvermeidbar, diesen Film über einen angekündigten Mord zu gucken, der eine interessante Idee leider mit Figuren bevölkert, die so skurril wie platt entwickelt sind, weswegen der Film nur halb Freude macht. Fazit: guckbar, aber nicht zu viel erwarten

  • Mein Vater (25)

    Mein Vater hatte eine Kindheit. Überraschenderweise weiß ich nahezu nichts darüber. Ich kenne wenige Geschichten, einzelne Schlaglichter. Ich kenne Baldur, weiß, dass mein Vater in Hessen mal Schlitten gefahren ist, ich weiß, dass er eine Lehre als Schreiner und eine als Maurer absolviert hat. Ich weiß, dass er als Kind einen Heidenrespekt vor seiner Mutti […]

  • Die Rechnung ging nicht auf

    Bei diesem Film über einen raffinierten Rennbahnüberfall hatte Kubrick erstmals Mittel zur Hand, eine ausführliche komplexe Geschichte erzählen zu können, und diese Mittel nutzte er ausgiebig. Fazit: bleibt ein Geheimtipp

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