Tottes Lexikon

  • Mein Vater (20)

    Mein Vater kam auch in Träumen vor. Ich habe mein Leben lang extrem wenig Albträume gehabt. Ich kann sie ungelogen an einer Hand abzählen und sie waren so selten, dass ich mich gut an sie erinnern kann. Einmal, da lebte mein Vater noch, träumte ich, dass unsere Familie nur in der oberen Etage der Wohnung…

  • Irma la Douce

    Ein wunderbar schöner Film, in den man sich am liebsten an einem verregneten Wochenende einkuscheln könnte, wie Jack Lemmon um eine recht blasse Shirley McLaine als verruchte Hure Irma la Douce wirbt und sich den Allerwertesten aufreißt, damit sie eben nicht als solche arbeiten muss. Fazit: für Freunde des schönen Films

  • Mein Vater (19)

    Im Amateurfilmclub meines Vaters war auch ein Student, ein Herr Zeiss. Aus welchen Gründen auch immer setzte die Hälfte der Welt, die ich damals kannte, viel auf Herrn Zeiss. Er konnte sehr gut Mathe, und als meine Schwester in ihrem ersten Jahr auf dem Gymnasium in Mathe einknickte, bekam sie Nachhilfeunterricht von Herrn Zeiss. Damals…

  • Mein liebster Feind

    Es gibt nur wenige Dokumentarfilme, die ich im Kino zu schätzen gelernt habe, aber dieser hier gehört dazu, weil er ein Monument der Zusammenarbeit zwischen Herzog und Kinski ist und wunderbar erklärt, wie diese beiden Genies zusammen Meisterwerke erschaffen konnten. Fazit: ein grandioses Stück

  • Mein Vater (18)

    Mein Vater frühstückte gern, vor allem an Wochenenden zeigte sich das. Ähnlich wie das regelmäßige Fondue zu Weihnachten und Silvester, das bestenfalls bei meinem Opa mütterlicherseits für Unmut sorgte („Jetzt muss ich mein Essen schon selber kochen!“), wurde beispielsweise das Sonntagsfrühstück regelrecht zelebriert. Wir hatten ein Stövchen mit zwei kleinen Pfännchen, in denen konnte man…

  • Cobra Verde

    Der letzte Herzog-Kinski-Film, in dem Kinski nicht so recht bei der Sache ist – wie Herzog erklärt, weil Kinski geistig bereits in seinem eigenen Paganini-Projekt steckte. Fazit: trotz starker Bilder der schwächste Herzog-Kinski-Film

  • Mein Vater (17)

    Die Beerdigung meines Vaters war nicht die erste gewesen, die ich erlebt habe. Etwa ein Jahr zuvor war mein Opa väterlicherseits gestorben. Er hatte einen Schlaganfall gehabt, da stand er gerade hinter der Couch und klappte zusammen. Er kam ins Krankenhaus, aber nicht ins Klinikum, sondern es muss das Haus Huyssens Stiftung gewesen sein. Ich…

  • Fitzcarraldo

    Wahrscheinlich in Ausführung und Darstellung der wahnsinnigste Film des Herzog-Kinski-Gespanns über die Errichtung einer Oper im Dschungel Südamerikas – ICH WILL EINE OPER HABEN! Fazit: Wer diesen Film nicht kennt, kennt Kinski nicht.

  • Mein Vater (16)

    An der Grundschule hatte mein Vater sich ebenfalls engagiert. Er war im Elternrat, ich glaube sogar als Vorsitzender, bin mir da aber nicht sicher. Einmal gab es an der Schule ein Sommerfest, da galt es etwas zu klären wegen der Gasflaschen für die Ballons, die wir später mit einer Karte steigen lassen wollten. Deshalb ging…

  • A Most Violent Year

    Ein zwiegespaltener Film, der sich einerseits die Mühe macht, Szenen notwendig Raum und Zeit zu geben, andererseits aber an einem eher platten Script leidet, in dem ein New Yorker Öllieferant zu wachsen versucht, obwohl ihm die Konkurrenz fleißig Knüppel zwischen die Beine wirft. Fazit: Figuren, die zu gut für die Welt sind, und ein Drehbuch, das…

Hast du irgendwelche Buchempfehlungen?