Tottes Lexikon

  • Anne T. Clune (Hrsg.), Der lebendige irische Rabe

    Wer sich hier ein wenig umschaut, wird merken, dass ich irischer Literatur (und anderen Dingen aus Irland) durchaus aufgeschlossen bin. Deshalb gab es für mich auch keinen Moment des Zweifels, Raben Nr. 46 zu erwerben. Ich sollte dazu sagen: Es gibt einen weiteren irischen Raben, den ich leider nicht besitze; dieser hier konzentriert sich auf…

  • The Killing

    Hochärgerlich, dass ich die Originalserie nicht mitbekommen habe, denn das US-Remake um verschachtelte Mordfälle macht viel Lust und hält – auch dank der intelligent und lebendig entwickelten Figuren – die Serienneuronen auf Trab, wenn man davon absieht, dass das ständige Verdächtigen-Hopping stellenweise etwas ermüdend ist; nebenbei: Regnet es eigentlich wirklich dauernd in Seattle? Fazit: Vor allem…

  • Das Biest muss sterben

    Ich weiß gar nicht recht, welch glücklichem Zufall ich es zu verdanken habe, dass ich Chabrol erst erschreckend spät „entdecken“ darf, wodurch mir beispielsweise diese ungewöhnliche, aber intensiv erzählte Geschichte über einen seltsam realistisch wirkenden Racheakt beschert wurde. Fazit: ein sehr spannendes Stück Leinwand

  • Gesundheit!

    Die menschliche Nase ist schon ein erstaunlich biomechanisches Gerät. So fällt mir in den jüngsten Wochen auf, dass ich auf dem abendlichen Weg von der Bahnstation gen die eigene Häuslichkeit so ziemlich genau in etwa an derselben Position ein laufendes Bedürfnis an dem Gesichtserker verspüre, weswegen ich in etwa in demselben Bereich nach einem Einwegblatt…

  • Flann O’Brien, Goldene Stunden

    Ich hatte schon einmal angemerkt, dass ich es schade finde, lediglich die schmalen Auszüge, die unter Trost und Rat erschienen sind, von Flanns bzw. Myles’ Kolumnen zu kennen. Ich wusste, dass die Kolumnen im Original viele Seiten füllen (und wenn ich viele schreibe, meine ich wirklich viele). Umso überraschter, und zwar im positiven Sinne, war…

  • Nymphomaniac (2 Filme, 2 Sätze)

    Dass mich von Triers Leinwandbefüllungen eher nicht beglücken, ist Lesern nichts Neues, und doch konnte ich einmal mehr meiner Neugierde nicht widerstehen und schaute mir an, was er diesmal mit Charlotte Gainsbourg veranstaltet. In aller Kürze: Die in Rahmen und Kern gegliederte Erzählung schwächelt insgesamt gehörig, dabei glänzt im ersten Teil der Rahmen mit wiederholt…

  • Fargo

    Ein etwas früherer Coen-Film, der den bitterbösen Ton der besseren jüngeren Filme bereits kräftig erklingen lässt, wenn Frances McDormand als hochschwangere Polizistin eine weniger erfolgreiche Entführung (einer der Entführer der geehrte Steve Buscemi) samt Todesfällen untersucht. Fazit: typisches Coen-Vergnügen, also großer Spaß für Menschen, die sehen, dass die Welt nicht nur aus rosa Zuckerwolle besteht…

  • Flann O’Brien, Aus Dalkeys Archiven

    Ein Text – die Bezeichnung Roman lehnte O’Brien selbst ab – der sich mit allerlei Kuriosem beschäftigt, darunter dem Einfrieren der Zeit, dem Wiederauffinden des noch lebenden James Joyce (der leugnet, mit Ulysses etwas zu tun zu haben) und einigen Verschränkungen mit dem dritten Polizisten wie Figuren und Motiven. Erneut amüsanter Spaß, aber ich sage jetzt…

  • Finding Vivian Maier

    Es ist unfassbar, was für künstlerische Schätze immer noch gehoben werden können, aber zugleich ist es umso besser, wenn es dann doch gelingt wie in diesem Fall einer zu Lebzeiten unbekannten, aber enorm begnadeten Fotografin, die durch diesen Film eine verspätete Hommage bekommt. Fazit: spannende Doku mit vielen tollen Fotografien und einer kleinen Dtektivgeschichte

  • Flann O’Brien, Durst

    Ja, ich meckere oft darüber, was aus dem Haus Zweitausendeins geworden ist, weil das Angebot längst viel zu viel Mist auf Weltbild-Niveau bietet. Aber ich gestehe auch, dass es hin und wieder Perlen gibt, die zum Kauf mehr als einladen. Aktuell ist diese Perle die achtbändige Ausgabe der gängigen Werke O’Briens (im Schuber). Leider ist…

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