Schlagwort: Bücher
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Fritz Senn, Nicht nur nichts gegen Joyce
Allerlei Lesens- und Bedenkenswertes enthält diese Essaysammlung. Joyce-Fachmann Senn hat sich keineswegs nur mit seinem Lieblingsthema auseinandergesetzt, sondern auch Kluges über so manche alltägliche Begebenheit formuliert. Mein Lieblingstext: Ochlokinetik, einer „Fachrichtung“, die sich mit der Problematik beschäftigt, warum Menschen immer im Weg stehen. Sehr zu empfehlen.
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Raoul Schrott, Tristan da Cunha
Auf den Punkt: ein toller Roman! Tristan da Cunha ist – mancher wird es wissen – eine Insel nahe St. Helena. Die Insel faszinierte schon so viele Menschen. Nicht zuerst (und nicht zuletzt) Arno Schmidt, der hier eine geologische Vorlage für die Insel Felsenburg sah und sich seinerseits mehrfach mit diesem Vulkankegel im Südatlantik beschäftigte.…
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Raoul Schrott, Tropen
Als ich das erste Mal von Raoul Schrott hörte, dachte ich: Was für ein dämliches Pseudonym. Um dann natürlich erfahren zu müssen, dass der Mann tatsächlich so heißt. Begonnen habe ich mit seiner Erfindung der Poesie – und war begeistert. Ich halte ihn derzeit für einen der geistreichsten und im Wortsinne wortgewandtesten deutschsprachigen Lyriker. Er…
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Ben Schott, Schotts Sammelsurium
Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen stelle ich hier nur Bücher vor, die ich ganz gelesen habe. Schotts Sammesurium ist so eine Ausnahme. Ich habe, allerdings sehr sprunghaft, etliche Einträge konsumiert, aber sicherlich nicht alle gelesen. Zudem gehe ich davon aus, dass ich auch nicht alle lesen werde. Dennoch möchte ich die drei Bände zu den…
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Ferdinand Salentiny, Das Lexikon der Seefahrer und Entdecker
Okay, ich gebe es zu, dieses Buch habe ich nicht am Stück und vor allem nicht ganz gelesen. Aber ich habe immer wieder etwas nachgeschlagen in diesem wirklich netten Lexikon aus meiner geschätzten Edition Erdmann. Von Luigi Amadeo Giuseppe Maria Ferdinando Francesco Duca degli Abruzzi bis zu Graf Zeppelin steht hier so ungefähr jeder drin,…
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Joachim Ringelnatz, Komm, sage mir, was du für Sorgen hast
Ringelnatz ist im Effekt ein bisschen wie Loriot. Fast jeder kennt was von ihm, genauso viele können sich darüber amüsieren, und er tut im Allgemeinen nicht weh mit dem, was er produziert hat. Recht angenehme, aber dennoch intelligente Unterhaltung, die beim Füllen des Worttanks gute Dienste leistet.
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Erich Maria Remarque, Im Westen nichts Neues
Ein Klassiker, der meines bescheidenen Empfindens in jeden deutschen Haushalt gehört. Er ist irgendwie die Keimzelle, aus dem unsere heutige Demokratie in einem Erstversuch erwachsen ist, bevor die Knobelbecher der dreisten Dummheit das Pflänzchen der Freiheit in Grund und Boden stampften und alles, was deutsch ist, auf lange Zeit schamesrot färbten. Ich halte das Buch…
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Hans Prinzhorn, Bildnerei der Geisteskranken. Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung
An anderer Stelle schilderte ich bereits, wie ich auf dieses Buch gestupst wurde. Zunächst hatte ich gar nicht damit gerechnet, es im normalen Buchhandel zu bekommen, war daher erstaunt, dass es kein Akt ist, sich in die Welten der geistig Derangierten einzulesen und einzublicken. Das Buch selbst bleibt für mich ein Faszinosum. Es ist, wie…
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Marco Polo, Von Venedig nach China. Die größte Reise des 13. Jahrhunderts
Und ein weiterer Erdmann-Band. Tja, muss man über Marco Polo viele Worte verlieren? Gut, die Jugend wird ihn vermutlich eher als Marke kennen (dann anders geschrieben), etwas gebildetere Menschen werfen geistigen Diebstahl ins Feld (die Nudel; was nebenbei meist auch noch verfälscht wird, weil die Herkunft der Nudel im seidenstraßigen Spannungsfeld zwischen dem Orient und…