Meines Erachtens bisher der spannendste Briefwechsel Schmidts. (Noch spannender dürfte der mit Wollschläger werden, aber auf den warten wir ja leider noch.) Ich bin ehrlich: Einzelne Bilder von Schlotter gefallen mir, mit dem meisten kann ich aber nicht viel anfangen. Zu sehr ist es in diesem pseudoleichten 50er-Jahre miefigen Kunstdesign verhaftet. Seine persönliche Beziehung zu Schmidt ist aber wirklich spannend. Nicht nur, dass Schlotter an der Ortswahl Bargfeld nicht ganz unschuldig ist, auch die Freundschaft ist eine besondere. Und ich glaube, das liegt daran, dass Schlotter anders als Michels Schmidt weite Freiräume ließ, ein vollständig eigenes Leben lebte, aber dennoch Impulse liefern konnte.
Vermutlich macht genau das diesen Band so spannend.