Autor: DocTotte

  • Edgar Allan Poe, Der Teufel im Glockenturm

    Aus der Insel-Ausgabe erscheint mir dieser Band als das schwächste Glied – wenn man einmal vom Fall des Hauses Usher absieht, das ich bis heute für einen der starksten Poe-Texte halte, obwohl es etwas unbefriedigend bleibt. Aber wenn ich darüber nachdenke, erscheint mir, dass seine stärksten Texte ohnehin etwas Unbefriedigendes beinhalten. Das gilt ja auch […]

  • Zelig

    Einer meiner All-time-favorites ist dieser Pseudo-Dokumentarfilm über ein menschliches Chamäleon, das sich stets in die Menschen seiner Umgebung verwandelt, nachdem es als Kind nicht hatte zugeben wollte, Moby Dick nicht zu Ende gelesen zu haben. Fazit: ein Muss

  • Edgar Allan Poe, Die Morde in der Rue Morgue

    In diesem Band meiner Insel-Ausgabe sind besondere Klassiker von Poe enthalten: Neben den titelgebenden Morden in der Rue Morgue (eben einer der beiden Dupin-Texte und wie ich meine: der spannendere; es geht um einen Doppelmord in einem Raum, den der Täter „eigentlich“ nicht verlassen haben kann) finden sich hier die Erzählungen Sturz in den Malmström, […]

  • O’Horton

    Ein sehr seltsamer norwegischer Film, dessen insgesamt recht schwache und – schlimmer noch – vorhersehbare Geschichte auch von den einzelnen recht skurrilen Ideen einfach nicht zu retten ist. Fazit: Lasst es bleiben, es lohnt sich höchstens für die drei Szenen mit dem lustigen Hund Molly. Und dafür kann man genauso gut zur nächsten Hundewiese gehen.

  • Harry Shapiro, Caesar Glebbeck, Jimi Hendrix – Electric Gipsy. Die Biographie

    Es gab eine Phase in meinem Leben, da hab ich gern Musikerbiographien gelesen. Also nicht wirklich viele, aber son paar schon. Eine davon war die Biographie eines der größten Gitarristen. Ich fand das Buch recht interessant. Es ist eine umfassende Darstellung, angefangen bei den Großeltern (in dieser Hinsicht ähneln US-Biographien verdächtig isländischen Sagatexten) über Hendrix’ […]

  • Zombieland

    Der Film sorgte für etwas Zwietracht unter den Genrefans – unter anderem, weil die Zombies hier rennen können –, schafft es aber dennoch, mit einem twinkiesuchenden Woody Harrelson und dem meines Erachtens seit Jahren besten Filmauftritt Bill Murrays für amüsante Unterhaltung zu sorgen und dem Genre einen Stoß in eine neue Richtung zu geben. Fazit: […]

  • Thomas Bernhard, Ja

    Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass ich mich lange, viel zu lange, um genau zu sein, gesträubt hatte, etwas von Bernhard zu lesen, obwohl mir ein Exkollege seit Jahren schon, da war er noch nicht einmal Exkollege, als seine Empfehlungen begannen, den Bernhard ans Herz gelegt hatte, weil ich ihn dringend lesen […]

  • Der Fluch der 2 Schwestern

    Das im Jahre 2009 produzierte US-Remake des koreanischen Films „A Tale of Two Sisters“ glänzt durch eine saubere Produktion und einen netten Twist, der dem halbwegs erfahrenen Kinogänger freilich nicht erst zwei Minuten vor Filmende aufgeht. Fazit: Wer den Tatort öde hält, findet hier angemessene Unterhaltung

  • Haruki Murakami, Die unheimliche Bibliothek

    Bisher kannte ich ja „nur“ 1Q84 von Murakami. Zwischen diesem Mammutwerk und der Bibliothek liegen Welten. Nicht nur angesichts der Textmenge, sondern auch inhaltlich. Zwar baut beides auf Märchenelemente, aber die Geschichte aus der Parallelwelt 1Q84 bietet doch wesentlich mehr Realismus als die Bibliothek. Letztere scheint eher einem oder mehreren Träumen Murakamis entsprungen, natürlich literarisch […]

  • Brügge sehen … und sterben?

    Der mir bisher entgangene Regisseur Martin McDonagh hat hiermit ein kleines, aber feines Stück mit etwas skurrilen Figuren umgesetzt, in dem Brendan Gleeson, der keulenschwingende Monk aus „Gangs of New York“, einen schwulen Auftragskiller spielt, der zusammen mit einem Kollegen nach Brügge fährt, um dort einen Auftrag zu erledigen. Fazit: nette Abendunterhaltung, vor allem für […]