Kategorie: Bücher

  • Andreas Kinast, „Das Kind ist nicht abrichtfähig“ – Euthanasie in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941–1943

    Wie ich neulich schilderte, ist nicht ausgeschlossen, dass meine Familie mehr oder weniger von Euthanasie betroffen war, wenn auch der Grad selbst nicht mehr zu klären ist. Autor Kinast lernte ich bei einer Führung auf dem Gelände der ehemaligen Kinderfachabteilung Waldniel kennen. Dort erzählte er auch von seinem Buch, das damals sprichwörtlich frisch vergriffen war…

  • Keri Smith, Mach Mist! Kleines Handbuch für großes Chaos

    Für gewöhnlich bespreche ich hier ja Bücher, die ich zu Ende gelesen habe. Das hat etwas mit meiner Ehre als Durchleser zu tun. Aber in diesem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Denn das Mach-Mist-Buch ist kein Lesebuch, sondern ein Mitmachbuch. Auf vielen, vielen Seiten bekommt man viele lustige Aufgaben, wie man das Buch verunstaltet…

  • Gustave Flaubert, Bouvard und Pécuchet

    Es fällt schwer, die beiden Pole der Kritik zusammenzubringen. Als äße man eine Suppe, bestehend nur aus Wasser, aber versetzt mit einer exakt aufeinander abgestimmten Kräutermischung. Der Stil des Romans ist in der Tat blendend gut. (Übersetzer Wolfgang Skwara betont zudem, dass er sich sehr an Flauberts Stil anzulehnen versucht hat, indem er etwa die…

  • Heiko Arntz, Gerd Haffmans (Hrsg.), Der phantastische Rabe. Mit großem Philip.-K.-Dick-Sonderteil

    Nach dem ich mich zuletzt eher über Raben beklagt habe, kann ich nun mit einem meiner Lieblingsraben aufwarten: Die Nr. 59 ist quasi Philip K. Dick gewidmet und enthält daher u.a. Ausschnitte aus seinen Werken. Dazu gesellen sich verschiedenste Arbeiten von Egner, Bruno Schulz, Holbein, Conan Doyle und anderen. Zwei besondere Highlights sind und bleiben…

  • Michael Rudolf (Hrsg.), Der Pilz-Rabe

    Ob es Zufall ist, dass ich nach dem eher enttäuschenden lebendigen irischen Raben schon wieder einen hier vorstelle, den ich überraschend langweilig finde, ich weiß es nicht. Eigentlich sollte man ja glauben, dass man beim Thema Pilze einiges zusammentragen können sollte, aber was Rudolf hier präsentiert, fällt eher unter Humorlimbo. Praktisch konnten mich nur zwei…

  • Anne T. Clune (Hrsg.), Der lebendige irische Rabe

    Wer sich hier ein wenig umschaut, wird merken, dass ich irischer Literatur (und anderen Dingen aus Irland) durchaus aufgeschlossen bin. Deshalb gab es für mich auch keinen Moment des Zweifels, Raben Nr. 46 zu erwerben. Ich sollte dazu sagen: Es gibt einen weiteren irischen Raben, den ich leider nicht besitze; dieser hier konzentriert sich auf…

  • Flann O’Brien, Goldene Stunden

    Ich hatte schon einmal angemerkt, dass ich es schade finde, lediglich die schmalen Auszüge, die unter Trost und Rat erschienen sind, von Flanns bzw. Myles’ Kolumnen zu kennen. Ich wusste, dass die Kolumnen im Original viele Seiten füllen (und wenn ich viele schreibe, meine ich wirklich viele). Umso überraschter, und zwar im positiven Sinne, war…

  • Flann O’Brien, Aus Dalkeys Archiven

    Ein Text – die Bezeichnung Roman lehnte O’Brien selbst ab – der sich mit allerlei Kuriosem beschäftigt, darunter dem Einfrieren der Zeit, dem Wiederauffinden des noch lebenden James Joyce (der leugnet, mit Ulysses etwas zu tun zu haben) und einigen Verschränkungen mit dem dritten Polizisten wie Figuren und Motiven. Erneut amüsanter Spaß, aber ich sage jetzt…

  • Flann O’Brien, Durst

    Ja, ich meckere oft darüber, was aus dem Haus Zweitausendeins geworden ist, weil das Angebot längst viel zu viel Mist auf Weltbild-Niveau bietet. Aber ich gestehe auch, dass es hin und wieder Perlen gibt, die zum Kauf mehr als einladen. Aktuell ist diese Perle die achtbändige Ausgabe der gängigen Werke O’Briens (im Schuber). Leider ist…

  • Heinrich Detering, Stephan Opitz (Hrsg.), Der nordische Rabe

    Ja, beim Raben Nr. 52 schlug mein Skandinavistenherz höher! Hier ist allerlei Skandinavisches und Finnisches miteinander vereint in einem Tableau vorgestellt. Als Autoren fungieren neben den Herausgebern auch Thomas Krömmelbein (den ich mal auf einem Kolloquium oberflächlich kennengelernt habe, ohne dass er sich noch an mich erinnern wird), Carl von Linné, aber auch Spezialisten wie…