Das Porträt des Künstlers habe ich an anderer Stelle schon einmal sehr kurz besprochen. Der heute thematisierte Band ist eher literaturhistorisch von Interesse.

Joyce hatte, als er Irland verließ, einen längeren Roman im Gepäck, den er allerdings vernichten wollte, weil niemand Interesse daran zeigte. Seine Schwester, so will es die Legende, rettete einen Teil: Stephen der Held. Joyce selbst nahm diesen Teil und das, was er im Kopf hatte, erneut in die Hand und fertigte daraus das Porträt des Künstlers als junger Mann. Ja, der Text ist interessant für die, die tiefer in Joyce’ Universum eintauchen wollen. Die Vorarbeit in Form des Stephen Hero ist dagegen weniger spannend. Ich betrachte sie als ein Kann, nicht als ein Muss.