Es handelt sich in dieser Ausgabe der Arno-Schmidt-Stiftung zwar um zwei Bücher, aber ich möchte sie an dieser Stelle aus inhaltlichen Gründen, aber auch aus solchen der Praktikabilität zusammen behandeln.

Arno Schmidt hat seine Frau ja mehr oder weniger dazu gedungen, Tagebuch zu führen, um eben der Nachwelt mitzuteilen, wie das Leben eines Schriftstellers seines Formats so abgelaufen ist. Einige Jahre (wenn ich mich recht erinnre erst später) schrieben beide auch parallel, was im Vergleich fraglos besonders amüsant sein dürfte.

Tja, was erfährt man so? In der Hauptsache kann man die Tagebücher als eine Art biographische Ergänzung betrachten, solange es keine „richtige“ Biographie über Schmidt gibt. Viel Detailkrams wird angeführt, vieles, was der aufmerksame Leser bereits aus den Briefbänden oder anderen biographischen Schnipseln kennt, noch einmal, oft aus einer leicht anderen Perspektive geschildert. Es ist, das kann ich einräumen, insgesamt interessant, kann aber selbstverständlich nicht ersetzen, was noch fehlt: die möglichst objektive Biographie.