Doc Tottes Welt

Essays, Skizzen und Gedanken

Kategorie: Freitagstexter

Titel vergessen

freitagstexter

Schach matt! Der letztwöchige Freitagstexter ist hiermit beendet! Züge werden jetzt nicht mehr gemacht, bis das Spiel am Freitag weitergeht. Aber diesmal wird das Spielbrett aufgestellt bei … na, bei wem denn? Machen wir mal Kassensturz.

Was wurde nicht alles in das Bild hineininterpretiert! Leser fühlten sich an ihre Erfahrungen im Assessment Center erinnert, ganze Forschungsbeiträge über die Promotion wurden angefertigt (der wissenschaftliche Apparat mit den Fußnoten, den Abbildungen und dem Literaturverzeichnis kam allerdings nicht bei mir an), ganz zu schweigen davon, dass endlich jemand darüber geplaudert hat, was hinter dem Vorhang des literarischen Quartetts so abging (und ich hatte es ja immer geahnt!).

Trotz allem, ich bin gezwungen, Sieger festzulegen. Beginnen wir wie üblich mit dem dritten Platz. Ja, ich bin sehr interessiert an der populären Aufbereitung der Mafia. Insofern war recht früh klar, dass Shhhhh mit seinem Beitrag in die Wertung kommen musste:

Nur wer sich im Schach einigermaßen auskennt, konnte erraten, dass es sich bei dieser Herrenrunde um gestandene Mafiosi handelte, die Eröffnung war sizilianisch.

Als Urpotti, dessen Onkel jahrelang mit einem gewissen Fußballer namens Rahn in der Kneipe gezecht hat, war mir ferner klar, dass dieser Klassiker von g2, der durch Einfachheit, Witz und Genialität nur so strotzt, desgleichen belobigt gehört:

Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen!

*träller* … der Steiger kommt … hö-öm, da seid ihr ja schon wieder. Ihr wollt wissen, wer den ersten Platz gemacht hat, nicht wahr? Gut, es passiert selten, dass ich ein neues Wort kennenlerne. Oder auch gleich zwei. Wer das schafft, der hat den ersten Platz verdient. Erst recht, wenn er fleißig gleich mehrere sehr gute Vorschläge eingereicht hat. Platz eins belegt daher George mit seinem

Nachdem man im Club die original Schachfiguren durch erotische Shunga Netsuke ersetzt hatte, fanden sich mehr und mehr Interessierte ein, um den Partien beizuwohnen.

(Sag mal, hast du solche Figuren irgendwo bei dir stehen? Egal!)

Ich bedanke mich wieder bei allen Teilnehmern und gratuliere dem Sieger. Auf dass er am Freitag hier eine weitere schöne Runde eröffnet!

Liebes Tagebuch

freitagstexter

Ich hab eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Zuerst die gute: Ich hab beim Freitagstexter gewonnen. Also muss ich an diesem Freitag die nächste Etappe des Wettkampfs ausrichten.

Und jetzt die schlechte Nachricht: Mutti ist böse. Sie sagt, sie hätte mir nie erlaubt, dass ich da mitmache. Einfach so in fremde Blogs schreiben. Und bestimmt seien Tastatur und Monitor nicht sauber gewesen. Was die Leute denn jetzt von uns dächten!

Noch erboster war sie, dass ich den neuen Freitagstexter ausrichte. Warum ich mir fremde Leute jetzt auch noch in den eigenen Blog einlüde. Ob mein Blog überhaupt aufgeräumt sei und ob ich wüsste, was ich da genau zu machen hätte. So ein Unsinn. Natürlich ist er aufgeräumt. Und natürlich weiß ich, was ich machen muss. Die Regeln sind doch gar nicht so kompliziert! Die Leute kommentieren einfach bis kommenden Dienstag, den 6.8.13, bis 23.59.59 Uhr. Sie schreiben dann, was ihnen zu dem Bild einfällt, das ich zeige. Und wer den dollsten Text schreibt, liebes Tagebuch, der gewinnt den Freitagstexterpokal und richtet dann eben den nächsten Freitagstexter aus.

Ach du je, liebes Tagebuch, das hätte ich fast vergessen. Ich hab nämlich sogar schon ein Bild rausgesucht und wollte es dir doch zeigen! Was meinst du wohl, was die Leute hierzu schreiben werden?

hobby

Von Schafen und Menschen

freitagstexter

Ihr habt’s mir echt nicht leicht gemacht. So schniepe wie das Bild wirkt, so sehr habt ihr reingelangt in die Vitrine kranker Phantasien. Besonders bedenklich erscheinen mir die Beiträge, die sich mit dem Thema Brautschau und Tierschutz beschäftigen – insbesondere wenn ich an die Kinderarmut in Deutschland denke. Aber vielleicht bin ich auch nur ein unangenehmer Spießer.

Ich möchte euch gar nicht länger warten lassen:

Zunächst muss ich quasi einen 4. Platz ausrufen. Das mag wundersam klingen, aber die Erklärung folgt sogleich. Diesen 4. Platz errang bee mit dem mundartlich gefärbten „Hörnsema, Schmidtke – erst det mit die Shaunkolade, un nu Vollmülch-Schuawolle, det könnense ma jepflecht inne Tonne kloppn, wa!?“ (Kennst Du die Friends-Folge mit der Mukolade oder wie immer die sich schreibt?)

Und jetzt zu Platz 3. Ich war nämlich drauf und dran, zwei zweite Plätze zu vergeben, aber die Regeln sind natürlich knochentrocken, da kann ich keine Ausnahmen machen. Also hab ich die Namen der beiden Kandidaten auf Zettel geschrieben, diese in meinen Chapeau Claque geworfen und volltrunken die Plätze 2 und 3 gezogen. Danach habe ich einen 3. Platz mit dem geheimnisvollen wie anzüglichen „Herr Klaschuttke atmete schwer. Nein, nein, er würde sich beherrschen! Seine übergroße Liebe zu Schafen hatte ihn immerhin schon die Mitgliedschaft im Tierschutzverein gekostet.“ Was genau Klaschuttke da verbrochen hat, möchte ich im Einzelnen gar nicht wissen, nein, eigentlich möchte ich es doch wissen. Hast Du zufällig Fotos vorliegen, George?

Auf Platz 2 ist nach dem Los verdient g2 mit dem pointierten „Brautschau in Ostwestfalen“. Wer schon einmal in Ostwestfalen war, weiß, dass die dortige Brautschau selbst im Idealfall kaum appetitlicher zugeht. Dabei ist die Sentenz so knapp wie elegant und dabei zugleich wegweisend, weil sie inhaltlich direkt zu Platz 1 führte.

Aber für diesen Platz muss ich ausholen. Stellt euch vor: Sizilien in den 40ern. Im Hintergrund quakt die Trauerprozession von Trapani. Luigi, ein alter Sackknüpfer, sitzt auf einer Bank vor seinem Häuschen und erzählt seiner Enkelin eine Geschichte aus seiner Jugend. Da ist Spannung drin. Da ist Tragik drin. Da ist Erotik mit einer Prise Sex dabei. Ladies and Gentlemen, ich bin stolz, heute Morgen die grandiose Aufführung der alten Saeckin präsentieren zu dürfen: „Der Pate hatte es ernst gemeint. Luigi würde es nicht wagen zurückzukehren, ehe er den richtigen Gesichtsausdruck für seinen Einsatz als Brautwerber des Chefs drauf hatte.“

Meine herzlichen Glückwünsche zum erarbeiteten Pokal und auf ein Neues bei der alten Säckin!

Hier stand auch mal ne Überschrift

freitagstexter

Hui! Ich hab tatsächlich ein zweites Mal beim Freitagstexter den Pokal abstauben können. Sehr angenehm, zumal ich zuletzt so wenig abkömmlich war, dass ich länger gar nicht teilgenommen hatte.

Nun gut, ein weiteres Mal darf ich daher nun den Wettbewerb ausrichten und ein Bild der irrsinnigen Menge zum Fraß vorwerfen. Apropos Fraß – das gewählte Bild ist nicht nur selbst geschossen, sondern enthält essbare Schafe und Schweinchen, die sogar für die meisten Vegetarier geeignet sind.

Die Regeln sind wie gehabt: Schreibt, was euch zu diesem Bild einfällt und amüsiert die Menge (und mich). Der Gewinner wird dann in geheimer und freier Wahl von mir am Dienstag, den 4. Mai Juni um 23.59.59 Uhr bestimmt. Nicht vergessen: Der oder die Glückliche richtet die nächste Runde aus.

Und nun seht selbst:

finde-den-fehler

Eine Scheibe Bärchenwurst

freitagstexter

Nur gut, dass ich die Kommentarfunktion besser kontrolliert hatte als das ZDF seine Lottokugelmaschine, aber das nur am Rande. So, inzwischen sind alle Kommentare eingetrudelt (ich habe wirklich sehr gelacht!) und das lustige Auswerten kann beginnen. Dazu bediene ich mich einer bewährten Methode: Ich drucke alle Kommentare aus, schneide sie einzeln aus und tunke sie in hochprozentigen Whisky (nur gut, dass ich letztes Jahr ein paar Fässchen aus Schottland geschmuggelt hatte). Die Kommentare, die so zündend sind, dass der Whisky Feuer fängt, können nur gut sein und sind somit – Gewinner. Natürlich in der Reihenfolge, wie sie Feuer gefangen haben.

Platz 3 entfällt nach dieser Methode auf
Michelangelos erste Version der Sibilla: Papst Paul was not amused, als er die Sibilla Delfica i. o. gezeigter Form an der Decke der Sixtina sah und bat um Nachbesserung.
von Sonnenkind

Platz 2 ist verdient
Das idyllische Städtchen Öpfgelshausen im Zonenrandgebiet, auch bekannt als ‘Heimat des Rachenputzers’, hatte somit auch eine echte Schönheitskönigin vorzuweisen.
von George

Und auf den ersten Platz landet
ENDLICH! Die “Drei Fleischwürste von Marzahn” sind wieder mit Ihrem Erfolgsmusical “Abends ohne Pelle” auf Butterfahrten-Tournee!
von Lo

Daher wandert der Pokal weiter zu Spiegelei.twoday.net

Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch!

Für Schnaps und Vaterland!

freitagstexter

Ich unterbreche die ernste Close-Reading-Sitzung mit einem kleinen Wettbewerb für die Freunde des fein formulierten Wortes.

Da ich im Hongkong-Schnickschnack von den drei Platzierten leider nur den vorvorletzen Preis gemacht habe, bin ich nun an der Reihe, meinen Beitrag zu leisten.

Um die hochkomplizierten Regeln des Freitagstexters zu erklären, müsste ich hier ein zweitausendseitiges E-Book verlinken, das aber sowieso niemand liest. Daher kürze ich jetzt einfach mal ab: Schreibt, was euch zum folgenden Bild einfällt: eine Titelüberschrift, ein kleiner Dialog, eine Szene – Hauptsache, es amüsiert!

Einsendeschluss ist Dienstag, der 9. April, 23.59 Uhr. So, und jetzt muss ich mich erst mal notariell vom ordnungsgemäßen Zustand der Kommentarfunktion überzeugen.

misses

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