Ich glaube, zum ersten Mal hab ich bewusst von Cellini wirklich erst gehört, als ich vor vielen Jahren eine Verfilmung seines Lebens auf Arte sah. Die hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich unbedingt seine Autobiografie lesen wollte. Im Buchhandel stellte ich dann fest, dass die von Goethe übersetzt war (damals hielt ich noch mehr von dem vorgeblich größten deutschen Schriftsteller). Also besorgte ich mir das Buch und las es mit großem Vergnügen. Wenn ich es im Nachhinein recht überlege, finde ich, dass ausgerechnet dieser Text Goethes beste Leistung ist.

Später trippelte der gute Cellini dann immer wieder mal durch mein Leben; sei es, weil seine Salieria spektakulär simpel aus dem Kunsthistorischen Museum Wien gestohlen werden konnte; sei es, weil ich Jahre später für Dreharbeiten auf dem Dach des benachbarten Naturhistorischen Museums selbst einen Museumsdieb zu mimen hatte.

Ja, ich denke gern an Cellini, verbinden mich doch ganz besondere Momente mit diesem besonderen Künstler.