Die nächste Zeit werde ich immer wieder mal ein Reclambändchen zwischenschieben. Nicht weil ich die grundsätzlich so toll fände oder weil sie des Autorennamens dran wären. Nein, dies ist vielmehr der niedrigen Höhe der Bändchen geschuldet, die ich aus Platzgründen auszunutzen weiß.

Das erste Bändchen daraus ist Homers Ilias. Lange hatte ich mich ein wenig geärgert, zu Schulzeiten kein Griechisch gelernt zu haben, sondern im Latinum verblieben zu sein. Später wurde mir dann bewusst, dass dieser Tatbestand zumindest aus literaturwissenschaftlicher Sicht von Vorteil war. Denn so war mir Homer nämlich nicht zu Schulzeiten vergällt worden, sondern ich konnte ihn später mit entsprechender Reife genießen.

Nebenbei – hier liegt natürlich die Voss’sche Übersetzung zugrunde, während regelmäßige Leser wissen, dass ich noch die Übertragung von Raoul Schrott anpeile.

Ja, die Geschichte um die Schlacht von Troja ist ganz großes Kino. Und lustigerweise ist dieser Ausdruck so richtig wie falsch. Denn einerseits beschreibt er wunderbar die Spannung und die Action, die hier geschildert wird. Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, dass jemals eine Verfilmung die vielen Facetten der Erzählung widerzuspiegeln vermag.

Zuletzt eine Anmerkung zur Frage, ob Homer nun ein Mensch war oder Dutzende Dichter ihren Teil zu diesem Werk beigetragen haben: Es ist mir egal. Der Text zählt. Und der ist einfach – klasse!