Das Tagebuch eines Trinkers ist für mich ein ganz besonderes Buch, obwohl es eigentlich nur ein kleines Büchlein ist. Mir ist es wichtig, weil es der Einschnitt war, an dem ich begonnen habe, Egner zu verstehen. Ich kannte schon vorher eine Reihe seiner Zeichnungen und ich fand einfach keinen Zugang dazu – bis, ja bis ich das Tagebuch bekam. Und las. Und verstand.

Es ist wirklich unfassbar, mit wie wenig Strichen Egner eine intensive Geschichte aufbaut, gemixt aus herrlicher Komik, Strenge und Ernst. Ich denke, es gibt kaum ein Gefühl, das Egner in diesem Buch nicht anspricht, und das, obwohl es eigentlich nicht viel Text enthält.

Wer noch nichts von Egner kennt, aber Interesse an ihm haben sollte, dem kann ich das Buch nur empfehlen, zumal es verdientermaßen immer wieder mal neu aufgelegt wird und relativ gut erhältlich ist.