Jahnn betrachte ich als einen sehr ungewöhnlichen, um nicht zu sagen außergewöhnlichen Autor. Als vor Jahren bei Zweitausendeins eine günstige Ausgabe seiner Werke erschien, griff ich – zugegebenerweise aus Dämlichkeit – nicht zu, sondern erstand nur ein einzelnes Buch. So ungewöhnlich wie seine Schreibe ist, waren auch Jahnns Leben und Leidenschaften. Sein Faible für Orgeln kann ich nicht nachvollziehen, auch seine intensiven Gefühle (ich denke, man darf es so nennen) für Pferde sind nicht meine Welt. Und trotzdem reizt es mich, mehr von ihm zu lesen. Eine Notlösung war es daher, als ich die Gelegenheit bekam, wenigstens in dieser informativen Kurzbiographie ein wenig über den Norwegenfan Jahnn zu erfahren.