Tottes Lexikon
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Meiner Vater (5)
Mein Vater war musikalisch. Als Kind hatte er Akkordeon gelernt. Das stand in seinem rotbraunen Koffer herum, bis meine Mutter in das ehemalige Ferienhaus gezogen ist und den alten Haushalt auflöste. Als Kinder haben meine Schwester und ich manchmal mit dem Akkordeon gespielt, dann lag es auf dem Tisch und einer pumpte Luft hinein, der […]
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Die untreue Frau
In diesem Drama um ein voneinander gelangweiltem Paar und dem Liebhaber der Frau zeigt Chabrol, wie schmal der Grat zwischen behutsamer Bürgerlicherkeit und bösartigem Verbrechen liegt, ja auch wie tragisch das Leben sein kann. Fazit: packend, lohnt sich
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Gustave Flaubert, Bouvard und Pécuchet
Es fällt schwer, die beiden Pole der Kritik zusammenzubringen. Als äße man eine Suppe, bestehend nur aus Wasser, aber versetzt mit einer exakt aufeinander abgestimmten Kräutermischung. Der Stil des Romans ist in der Tat blendend gut. (Übersetzer Wolfgang Skwara betont zudem, dass er sich sehr an Flauberts Stil anzulehnen versucht hat, indem er etwa die […]
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Mein Vater (4)
Mein Vater war von klein auf übergewichtig gewesen. Seine Mutter war eine erbärmliche Köchin und kochte zu fett und zu salzig und verhätschelte das Einzelkind so wie sie später im Alter ihre Dackelhündin verhätschelt hat. Als er noch Säugling gewesen war, hatte er mal eine Augenentzündung gehabt und bekam einen Augenverband, der mit einer Sicherheitsnadel […]
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Der Riss
So banal sie scheint, ist diese von Chabrol auf die Leinwand gebrachte Geschichte um eine Trennung aufgrund von Familiengewalt auch heute noch, nach 45 Jahren, hochspannend und leider auch wichtig. Fazit: sehenswert
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Heiko Arntz, Gerd Haffmans (Hrsg.), Der phantastische Rabe. Mit großem Philip.-K.-Dick-Sonderteil
Nach dem ich mich zuletzt eher über Raben beklagt habe, kann ich nun mit einem meiner Lieblingsraben aufwarten: Die Nr. 59 ist quasi Philip K. Dick gewidmet und enthält daher u.a. Ausschnitte aus seinen Werken. Dazu gesellen sich verschiedenste Arbeiten von Egner, Bruno Schulz, Holbein, Conan Doyle und anderen. Zwei besondere Highlights sind und bleiben […]
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Marco Polo
Überraschend kurzweiliger Mix aus wahrer Überlieferung und bunt ausgedachter Geschichtsklitterung, dabei oft genug verdammt nah an einem Neuaufguss des Chamberlain’schen Shogun – nur eben am Hofe des Kublai Khan. Fazit: Unterhaltung ohne Hintergedanken
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Mein Vater (3)
Mein Vater kam aus kleinen und großen Verhältnissen zugleich. Er war lediglich zur Volksschule gegangen, hatte eine Lehre als Schreiner gemacht und zusätzliche eine als Maurer, weil er hatte bauen wollen, und dann sein Fachabitur, obwohl ich nicht weiß, ob das damals schon so hieß, und dann studierte er Architektur, obwohl er selbst nur ein […]
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Michael Rudolf (Hrsg.), Der Pilz-Rabe
Ob es Zufall ist, dass ich nach dem eher enttäuschenden lebendigen irischen Raben schon wieder einen hier vorstelle, den ich überraschend langweilig finde, ich weiß es nicht. Eigentlich sollte man ja glauben, dass man beim Thema Pilze einiges zusammentragen können sollte, aber was Rudolf hier präsentiert, fällt eher unter Humorlimbo. Praktisch konnten mich nur zwei […]
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