Bei diesem Text (verschiedentlich auch Almayers Wahn transkribiert) tritt der umgekehrte Effekt ein, den ich bei der Lektüre vom Herz der Finsternis hatte: Zunächst erscheint Almayer platt, er gewinnt aber eine Tiefe, die den Text wesentlich kraftvoller macht. Besonders beängstigend für mich: eine Stelle, in der der Hauptfigur eine schlimme psychische Krise widerfährt. Die Bilder, die Conrad hier nutzt, kamen mir bei der Lektüre sehr bekannt vor. Die Tatsache, dass er dasselbe Bild wieder und wieder verwendet, lässt mich vermuten, dass er es selbst genau so erlebt hat. Jedenfalls schildert er es sehr lebendig und persönlich. Das erinnert mich daran, dass ich vielleicht mal nach einer Conrad-Biografie Ausschau halten sollte …