Jonathan Franzen, Schweres Beben

Ein nettes Geburtstagsgeschenk war dieser Franzen. Ein eher frühes Werk, das allerdings bereits in vielen Elementen seine Qualität beweist. Erzählt wird eine recht furiose Geschichte über Erdbeben im Wortsinne, aber auch über die übertragenen Beben, die manchmal Familien heimsuchen. Beides spielt sich vor allem bei und in zwei Familien ab, was für einiges Durcheinander sorgt. Dieses Buch ist anders als die Korrekturen und Freiheit. Die Figuren sind noch kühler dargestellt, sie reagieren beinah wie die Darsteller in einer isländischen Saga. Trotzdem weiß man, wie sehr die Lava in ihnen brodelt und jeden Moment ausbrechen kann. Ein gutes Buch.

PS: Hier zeigt Franzen nebenbei, dass er seinen Adorno kennt. Beide teilen jedenfalls rein zufällig dieselben Ansichten über das schnelle Rennen.


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Kommentare

  1. Avatar von litterart
    litterart

    Hochinteressanter Blog – vorgemerkt für künftige Lektüre,

    mit litterARTischen Grüßen,

    Michael

    1. Avatar von doctotte
      doctotte

      Merci beaucoup.
      Es stehen auch noch manche Regalmeter bereit, wenn ich dieses Projekt durchhalte. 😉

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