Das Buch war ein Beifang bei einem größeren Raubzug in einem modernen Antiquariat. Dementsprechend niedrig hatte ich seine Priorität eingeschätzt, was ein großer Irrtum war. Die Lektüre fand ich wirklich sehr interessant, zumal ich dummerweise erst während des Lesens wieder darauf gestoßen wurde, dass es sich doch ausgerechnet um den französischen König handelt, der mit dem von mir geschätzten Montaigne befreundet war!

Auch wenn ich diesen ersten Teil (die Jugend) vielleicht nicht für das Beste Werk von Heinrich Mann halte, so gehört es eindeutig in die erste Liga. Es erklärt nebenbei und nahezu spielerisch historische Zusammenhänge, die für mich als Nichtfachmann lange Zeit aus kaum mehr als Namen, Daten und Begriffe bestanden (Katharina de Medici, Bartholäusnacht &c.). Deshalb werde ich mir sicher auch eines Tages den zweiten Teil, die Vollendung des Königs Henri Quatre besorgen.