Robert Louis Stevenson, Treasure Island

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher. Obwohl es sich dabei eigentlich literarisch um ein recht einfaches Stück handelt. (Werfe ich eigentlich gerade etwas über den Haufen oder hatte Stevenson die Schatzinsel nicht für einen kranken Neffen oder so geschrieben?)

Das Buch gehört zu den wenigen Stücken, die ich nicht nur ein- oder zweimal, sondern mittlerweile drei- oder viermal gelesen habe. Auf Deutsch, auf Englisch. Außerdem kenne ich mehrere Verfilmungen (ja, Tim Curry ist der beste Long John Silver) und habe als Junge natürlich davon geträumt, in dieser Welt leben zu dürfen und nicht in dieser langweiligen, öden-schnöden Realität herumwursteln zu müssen.

Ist es ein Zeichen von Schwäche, lieber in der Fantasie zu leben? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich gerade dort meine Kraft tanken kann. Und Treasure Island gehört dazu. Die Schatzinsel ist keine Leseempfehlung, sie ist ein Lesemuss.


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Kommentare

10 Antworten zu „Robert Louis Stevenson, Treasure Island“

  1. […] schildern. Da es sich bei der Figur um Long John Silver handelt, ist die Aufmerksamkeit jedes Treasure-Island-Fans gewiss. So auch […]

  2. […] Spross des bekannten schottischen Leuchtturmbauers, ist vor allem für Schatzinsel sowie Jekyll und Hyde bekannt. Dass er auch darüber hinaus andere gut erzählte Stile […]

  3. Avatar von Corinna

    Ich war dereinst auch schatzinselverrückt und habe das Buch geliebt. Mein Bruder musste ganze Szenen mit mir nachspielen. 😉

    Sich gelegentlich in die Fantasie zurückzuziehen, halte ich nicht für Schwäche, sondern für eine legitime Auszeit, wie alle Hobbys sie einem verschaffen. Lieber in der Fantasie zu leben hingegen, erscheint mir schwierig bis problematisch.

    1. Avatar von doctotte

      Hm, zugegeben, ich hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte weniger, dass ich in der Fantasie lebe, als vielmehr, dass ich dort zu leben wenig überraschend angenehmer fände.
      Zieht man allerdings noch die Konstruktivisten an Bord oder das beliebte Dick-ZItat heran („Realität ist das, was übrig bleibt, wenn man aufhört, daran zu glauben.“) – dann sieht die Sache irgendwie auch schon wieder anders aus. ;D

  4. Avatar von mae
    mae

    Die Schatzinsel spricht eben sowohl Jugend als auch Erwachsene an. Die Mischung aus Abenteuer und Lebensgefahr, Geborgenheit und Ausgesetztsein scheint wie geschaffen für die Übergangsphase heranreifender Menschen. Und da wir das alle durchgemacht haben, spricht es auch alle an. Siehe auch x-mal Jules Verne.
    PS Phantasie? Aber ja! Bitte die „Mars-Chroniken“ nicht vergessen…

    1. Avatar von doctotte

      Auch wenn ich die Größe Vernes nicht bestreiten möchte – Stevenson gefällt mir besser.

      Von Bradbury kenne ich natürlich Fahrenheit, sonst habe ich aber noch nichts von ihm gelesen. Aber vielleicht zeichnet sich da ein neuer Kontinent am Horizont ab. 😉

      1. Avatar von mae
        mae

        Oh ja, Fahrenheit 451 ist in der Tat ein Dystopie-Klassiker! Und aktuell bzgl. Zensur ähh wollte sagen „politischer Korrektheit“. Kann man nicht oft genug empfehlen. Bradbury hat ja überwiegend Kurzgeschichten geschrieben, aber die Mars-Chroniken sind ähnlich gut wie F451. Die Menschen besiedeln den Mars und ruinieren dessen bestehende uralte Zivilisation tatsächlich genauso inkompetent und rücksichtslos wie einst die Indianervölker auf der Erde. Sehr bitter, aber brilliant dargestellt. Beneide jeden, der es noch vor sich hat (das Lesen, nicht das Ausgerottetwerden – kleiner Scherz, ha ha).

        1. Avatar von doctotte

          Ist schon notiert. 🙂

  5. Avatar von muffy
    muffy

    Ich habs auch auf Englisch gelesen. Ich fand den Slang sehr schwer zu verstehen. Aber wenn man wie ein Pirat reden soll, dann klingt das nicht wie Oxford-Englisch.
    Die Geschichte lädt unbeding dazu ein auf Abenteuerfahrt mit den Piraten zu gehen und sich eine kurze Weile aus der Realität davon zu stehlen. Und wenn man zurück kommt, dann darf man sich ruhig davontragen lassen. Einen kleinen gedanklichen Ausflug in eine unbekannte Welt würde ich jedem gönnen!
    Muss-Lesestoff!

    1. Avatar von doctotte

      Lustig, ich fand die Sprache gar nicht schwierig. Natürlich gab es ein paar Vokabeln, die man im Englischunterricht nicht lernt (da hab ich sowieso praktisch nichts gelernt, bei einem Lehrer, der uns „deung“ statt „do-ing“ aussprechen ließ). Aber einerseits bin ich dank grundsätzlichem Interesse an dem Metier ohnehin in der Materie und andererseits sind Wörter wie „Forecastle“ auch nicht soooo schwierig zu verstehen, wenn man weiß, dass man sich auf einem Schiff befindet.
      Hast Du eigentlich den Seewolf (auf Englisch) gelesen?

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